OCTA Steuerberater, Bielefeld

Ralf Sommer, M. A., Rechtsanwalt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Fachanwalt für Steuerrecht; Foto: Sarah Jonek

Wie wir an Herausforderungen wachsen

Ganze Branchen und Wirtschaftszweige leiden unter der Krise und suchen nach einer Perspektive. Rund ein Jahr nach dem Beginn der Corona-Pandemie spricht Ralf Sommer, M. A., Rechtsanwalt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Fachanwalt für Steuerrecht, über die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns, die Chancen der Digitalisierung und das richtige Mindset, mit dem auch schwierige Herausforderungen gemeistert werden können.

Vor etwa einem Jahr begann die Corona-Krise auch in Deutschland. Wie haben Sie persönlich die vergangenen zwölf Monate erlebt?
Ich glaube, dass kaum jemand mit einer derartigen Pandemie gerechnet hat. Die ersten Wochen schien es ja auch so, dass das Virus gut in den Griff bekommen werden kann. Leider war das eine Illusion. Im Frühjahr 2020 hat sich dann langsam das ganze Ausmaß der Krise gezeigt. Selbst im Sommer konnten wir nur kurz durchatmen, bis der zweite harte Lockdown im Winter unsere Wirtschaft und Gesellschaft wieder weitgehend lahmgelegt hat. Ich glaube, dass wir uns ein Stück weit an diese neue Realität gewöhnen müssen.

Welche wirtschaftlichen Folgen werden Ihrer Meinung nach noch auf uns zukommen?
Wir werden uns noch einige Jahre mit den wirtschaftlichen Nachwirkungen der Krise auseinandersetzen müssen. Die Veranstaltungsbranche ist nur ein Beispiel. Hier stehen zahlreiche Unternehmen, Agenturen oder freiberufliche Eventmanager seit einem Jahr ohne Aufträge da. Hinzu kommen viele Betriebe, die nur aufgrund der Aussetzung der Insolvenzantragpflicht noch am Markt tätig sein können. Hier fehlt es allerdings teilweise auch an der Bereitschaft, neue Wege zu gehen.

Welche „neuen Wege“ meinen Sie?
Die aktuelle Krise zeigt, wie wichtig die Digitalisierung für unsere Wirtschaft ist und wie wenig ihr Potenzial noch genutzt wird. Neue Wege gehen heißt nicht, dass wir die alten Strategien und Konzepte völlig vergessen. Wir sollten die digitale Technik nutzen, um uns noch stärker am Kunden zu orientieren. Nehmen wir den Einzelhandel: Der Online-Handel boomt seit Jahren. Die Kunden sind es längst gewohnt, dass sie nachts um drei einkaufen können und die Ware schnell und unkompliziert  an die Haustür geliefert wird. Die Corona-Krise hat diesen Trend verstärkt. Der Einzelhandel muss also auf eigene Online-Shops und digitale Services setzen, um die Kunden nicht an Amazon & Co. zu verlieren.   

Welche Chancen ergeben sich daraus?
Wenn wir lernen, uns und unser Handeln stetig zu hinterfragen, stellen wir wichtige Weichen für die Zukunft. Auch wir bei OCTA gehen diesen Weg. Das Unternehmen wurde vor vielen Jahren mit dem Ziel gegründet, den Alltag der Mandanten zu erleichtern. Und genau das tun wir auch heute noch. Allerdings spielen digitale Technik und Serviceorientierung nun eine wesentlich größere Rolle. Wir halten unseren Mandanten auch in schwierigen Zeiten den Rücken frei.

Was hat uns die Krise darüber hinaus gelehrt?
Das richtige Mindset wird immer wichtiger. Denn nur wenn wir uns Krisen stellen, Herausforderungen annehmen und bereit sind, unsere eigenen Grenzen zu überwinden, können wir persönlichen und beruflichen Erfolg haben.

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