Zecher GmbH, Paderborn

Thomas Reinking, Leiter Vertrieb und Marketing; Foto: Linda Brunzlik / Zecher

Rasterwalzen bringen Farbe ins Spiel

Jeder von uns hat beinahe täglich ein Druckerzeugnis in der Hand, das mithilfe des Unternehmens Zecher hergestellt wurde. Denn ohne Rasterwalzen läuft in der Druckbranche nichts. Die unscheinbaren Walzen bringen nämlich die Farbe ins Spiel – und das seit 1948 in gestochen scharfer Qualität. Über 160 Mitarbeitende produzieren jährlich in vier Werken in Paderborn rund 12.000 Rasterwalzen. Der CLUB REPORT hat mit Thomas Reinking, Leiter Vertrieb und Marketing, gesprochen.

Herr Reinking, Zecher ist Marktführer in Deutschland und Europa und weltweit sicherlich mindestens auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern aus den USA. Aber eigentlich arbeitet Zecher mit seinen Produkten im Verborgenen, oder?
Thomas Reinking: Stimmt (lacht). Unsere Produkte werden von außen nicht so wahrgenommen. Aber im Grunde sind Rasterwalzen das Herz der Druckmaschine. Überall, wo Verpackungen, Labels, Pappe etc. bedruckt werden, kommt die Erfindung unseres Firmengründers Kurt Zecher ins Spiel. Die ist im Kern dieselbe geblieben: In ein ofenrohrähnliches Teil werden tausende winzig kleine Näpfchen eingebracht, die dafür sorgen, dass eine genau definierte Farbmenge während des Druckvorgangs konstant zur Verfügung gestellt wird. Allein auf einen Daumennagel können bis zu 160.000 Näpfchen kommen. Die Gravur machen wir heute natürlich per Laser. Wir haben 17 Lasergravuranlagen und 10 mechanische Gravuranlagen, um die unterschiedlichsten Anforderungen unserer Kunden abbilden zu können. Tetrapak arbeitet zum Beispiel weltweit ausschließlich mit Druckereien zusammen, die unsere Rasterwalzen verwenden, um sicherzustellen, dass die Farbdichte immer dieselbe ist. So sehen die Verpackungen überall gleich aus.

Apropos weltweit – wo ist Zecher unterwegs?
Klein angefangen mit dem Export nach Österreich und in die Schweiz verfügen wir heute, dank unseres kontinuierlich wachsenden Netzwerkes aus Vertriebspartnern, über einen Exportanteil von mehr als 50 Prozent. Unsere Zecher-Rasterwalzen werden heute in Druckmaschinen auf der ganzen Welt eingesetzt. Mit unseren Vertriebspartnern in rund 70 Ländern stellen wir sicher, dass unsere Kunden vor Ort immer einen persönlichen Ansprechpartner haben, der sie auch über den Kauf der Rasterwalze hinaus unterstützt.

Wie sieht es in puncto Digitalisierung aus?
Unsere Kunden haben je nach Anforderung zum Teil bis zu 200 verschiedene Rasterwalzen – vom Wellpappendrucker für den Versandkarton bis zum Etikettendruck für Premiumprodukte. Um ihnen ihr Arbeitsleben leichter zu machen, haben wir eine eigene App entwickelt. Hier sind alle Informationen zu unseren Produkten aus den Bereichen Rasterwalzen, Druckzylinder und Reinigungsmittel hinterlegt. Über einen Log-in-Bereich können neue Bestellungen aufgegeben werden, der Kunde hat seine Historie samt Rechnungen und vieles mehr im Blick und kann den Weg seines Auftrags genau verfolgen. Von der Produktion bis zum Versand samt Tracking. In der App ist der komplette Workflow abgebildet. Wir haben schon sehr viele positive Rückmeldungen dazu bekommen, weil die App sehr benutzerfreundlich ist. Der Kunde kann so ganz gläsern mit uns kommunizieren. Wir verstehen das als Win-win-Situation für beide Seiten. 

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