Deutsche Bank AG, Bielefeld

Filialdirektor Stefan Oldemeier; Foto: Deutsche Bank

„Wir erleben in Bielefeld eine große Offenheit für nachhaltiges Investieren“

Die Deutsche Bank hat an der Herforder Straße eine „grüne“ Filiale eröffnet – Filialdirektor Stefan Oldemeier erklärt, was es damit auf sich hat.

Herr Oldemeier, mit welchem Ziel hat die Deutsche Bank in Bielefeld eine „grüne“ Filiale eröffnet?
Unsere Gesellschaft steht vor großen sozialen und ökologischen Herausforderungen, die nachhaltiges Wirtschaften erfordern, um das große Ziel Klimaneutralität zu erreichen. Wir wollen Ratgeber und Wegweiser in diesem anspruchsvollen Veränderungsprozess sein. Deshalb weiten wir unsere Palette an nachhaltigen Finanzprodukten aus und investieren in die Expertise unserer Berater*innen. Wir zeigen zudem nach außen, wie wichtig uns Nachhaltigkeit ist. Um mit unseren Gästen ins Gespräch über nachhaltige Finanzthemen zu kommen, haben wir im Foyer an der Herforder Straße 23 eine große Echt-Moos-Wand aufgestellt.

Warum fiel die Wahl auf Bielefeld als „grüne“ Filiale?   
Bielefeld ist eine der ersten Filialen, die bundesweit als „grüne“ Filiale ausgestattet wurde. Wir erleben hier eine große Offenheit für nachhaltiges Investieren und Interesse am nachhaltigen Banking. Nachhaltiges Banking heißt z. B. Papier einzusparen, indem wir unsere Kund*innen dazu motivieren, unser elektronisches Postfach zu nutzen, statt jährlich rund 70 Seiten Kontoauszüge auszudrucken. Wenn alle unsere Kund*innen in Bielefeld das machen, können wir alleine hier vor Ort gut 1,3 Tonnen Papier einsparen. Zudem ist ein bewussterer Umgang mit Bargeld interessant. So sollte man Bargeld bei Bedarf dort besorgen, wo es eh schon ist, um Transportlogistik zu reduzieren. Dazu zählen neben Banken z. B. auch Supermarktketten und Tankstellen. Nachhaltigkeit bedeutet für mich aber auch gesellschaftliches Engagement, in das die Kolleg*innen in Bielefeld viel Zeit investieren.

Bieten Sie künftig nur noch nachhaltige Bankprodukte an?
Nein, wir bieten weiterhin die gesamte Palette unseres Bankgeschäfts an. Und die Deutsche Bank will auch niemanden belehren. Wir merken vielmehr, wie wichtig es bereits heute ist, bei der Geldanlage und der Finanzierung auch die ESG-Faktoren zu berücksichtigen – also Umweltschutz (Environment), soziale Aspekte (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance).

Erzielen nachhaltige Anlageprodukte nicht zu wenig Rendite?
Nachhaltigkeit kostet heute keine Rendite mehr – im Gegenteil. Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien kann langfristig einen positiven Einfluss auf ein Investment haben. Dies lässt sich mittlerweile im Rahmen von verschiedenen Studien nachweisen.

Wie macht sich Nachhaltigkeit noch bemerkbar?
Nehmen Sie die Finanzierung. Wenn Sie heute ein Haus bauen oder energetisch sanieren möchten, gibt es rund 6.000 Förderprogramme. Dazu gehören auch die KfW-Förderprogramme für energieeffiziente Bauweise und alternative Heizungssysteme. Die Deutsche Bank hat hier sehr viel Erfahrung, weil sie zu den größten Partnern der KfW in diesem Segment zählt. Außerdem erweitern wir derzeit unser Produktportfolio und werden etwa ein Klimadarlehen anbieten. Nachhaltiges Bankgeschäft hat zahlreiche Aspekte und Facetten, über die wir die Bielefelder*innen gezielt informieren möchten.

www.deutsche-bank.de/nachhaltigkeit

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