Deutsche Bank ag, Bielefeld

Stefan Weiß; Foto: Stefan Weiß

Nachhaltige Geldanlagen nach ESG-Kriterien

Direkt vom Bauernhof saisonales Obst und Gemüse kaufen, das Auto öfter stehen lassen und aufs Fahrrad umsteigen: Nachhaltiges Handeln nimmt für viele Deutsche einen immer größeren Stellenwert ein. Auch bei der Geldanlage rückt Nachhaltigkeit zunehmend in den Fokus. Wobei es sich hier nicht um ein wirklich neues Phänomen handelt.

Nachhaltige Kriterien spielen bei der Auswahl von Anlagezielen seit Jahrzehnten eine Rolle. Die Geldanlage orientiert sich dabei an den sogenannten ESG-Kriterien. Das bedeutet: Neben rein finanziellen Faktoren von Unternehmen oder Institutionen werden auch Umweltaspekte (E=Environment), soziale Komponenten (S=Social) sowie die Qualität der Unternehmensführung (G=Governance) gezielt berücksichtigt.
Neben den wirtschaftlichen Daten gilt es also bei nachhaltigem Investieren, das Unternehmen in seiner Gesamtheit unter die Lupe zu nehmen. Deutlich wird dies etwa anhand der ersten ESG-Komponente ENVIRONMENT, also der der Umwelt. Wenn man sich hier z. B. eine Fabrik anschaut, die Abgase in ihre Umwelt ausstößt, kann ein Unternehmen diese als „soziale“ Kosten, die durch die Luftverschmutzung entstehen, auf die Gesellschaft abwälzen. Die 2021 eingeführte und in den kommenden Jahren steigende CO2 Steuer hängt ein erstes Preisschild an diese Emissionen. Nachhaltig ausgerichtete Unternehmen investieren u. a. in bessere Filtersysteme. Die zunächst anfallenden Investitionskosten können aber langfristig z. B. zu geringerem Energieverbrauch, Ressourceneinsparungen und somit zu dauerhaften Kostensenkungen führen.

Auch das zweite ESG-Kriterium SOCIAL, also die soziale Komponente eines Unternehmens, ist für den langfristigen Anlageerfolg wichtig. Gute Arbeitsbedingungen sorgen für zufriedene, engagierte und produktive Mitarbeiter*Innen. Außerdem kann sich eine geringe Fluktuation positiv auf der Kostenseite niederschlagen, weil etwa die Ausgaben für die Anwerbung von Mitarbeiter*Innen sinken.
Der dritte Aspekt im ESG-Kanon ist die sogenannte GOVERNANCE, also Unternehmensführung. Dazu gehört, dass die Interessen des Managements und der Aktionär*Innen möglichst nahe beieinander liegen und dass mit Risiken angemessen umgegangen wird. Studien zeigen, dass Unternehmen mit besseren Governance-Strukturen oft eine bessere Performance aufweisen.

„Als Vater von drei Kindern macht es mich stolz, in einem Unternehmen zu arbeiten, in dem Nachhaltigkeit seit langer Zeit auf der Tagesordnung steht“, sagt Stefan Weiß, Leiter Vermögensverwaltung bei der Deutschen Bank in Ostwestfalen. „Umso mehr freut es mich, dass wir unseren Kunden als eine der ersten Banken eine wirklich nachhaltige Vermögensverwaltung in Kombination mit unserer globalen Marktexpertise anbieten können.“

www.deutsche-bank.de/nachhaltigkeit

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