Koch Hörgeräte GmbH, Bielefeld

Martin Koch; Foto: Martin Koch

Gutes Hören ist kein Zufall

Sie sind rar geworden – die inhabergeführten Fachgeschäfte für Hörakustik. Koch Hörgeräte mit drei Standorten in Bielefeld und einem in Hiddenhausen bildet da eine Ausnahme. Mit einem gut durchdachten Konzept hat sich das Unternehmen fest am Markt etabliert. Der CLUB REPORT hat mit Geschäftsführer und Hörakustikmeister Martin Koch, der seit 21 Jahren in der Branche tätig ist, gesprochen.

Herr Koch, was macht Koch Hörgeräte aus?
Wir haben ein sehr gutes Team, das effizient arbeitet. Uns ist es wichtig, dass unsere Mitarbeiter Familie und Beruf gut zusammenbringen können. Deshalb haben wir die 30-Stunden-Woche bei vollem Gehalt eingeführt. Wir arbeiten ausschließlich nach Terminen. Laufkundschaft – das bringt immer eine gewisse Unruhe mit sich – haben wir gar nicht. So können unsere Mitarbeiter entspannt beraten.

Der Kauf eines Hörgeräts ist ja sehr beratungsintensiv …
Ganz genau. Und dafür nehmen wir uns gern viel Zeit. Für das erste Gespräch etwa anderthalb Stunden. Das ist auch eine medizinische Beratung, denn der Kunde muss verstehen, wie die Hörentwöhnung funktioniert. Denn mit dem Tragen eines Hörgeräts allein, ist es nicht getan. Das Gehirn muss erst wieder trainiert werden, um wieder 70 Prozent aller Störgeräusche rausfiltern zu können. Anfangs werden Nebengeräusche, die plötzlich wieder hörbar sind, als störend empfunden. Das ist ein Prozess, bei dem die Eigeninitiative des Kunden gefragt ist. Außerdem prüfen wir mit modernsten Messtechniken die Verstärkung der Hörgeräte am Trommelfell, damit wir wissen, was an Schall noch ankommt. Wir betrachten jeden Kunden ganzheitlich, da ein Hörverlust beispielsweise unter Umständen mit Problemen im Halswirbelsäulenbereich zusammenhängen kann oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente hervorgerufen wird. Auch ein Tinnitus hat unterschiedliche Ursachen, wie Stress oder Depressionen.

Was ist unter Smart Hearing zu verstehen?
In dem Bereich hat sich viel getan. Mithilfe von Apps können Hörgeräte, die sich übrigens mit allen Endgeräten wie Telefon oder Fernseher verbinden lassen, gesteuert werden. Ich kann per Fernwartung, ich bin mit dem Kunden per Videocall oder Zoom verbunden, die Hörgeräte prüfen und neu einstellen. Aber falls mal ein Gerät ausfallen sollte, sind wir natürlich sofort direkt hier vor Ort da. Wir bieten auch Leihgeräte an, wenn eine Urlaubsreise ansteht. Damit sind unsere Kunden auf der sicheren Seite.

Was fasziniert Sie an Ihrem Beruf?
Es ist immer eine Herausforderung, aus der Vielzahl der unterschiedlichen Geräte das Hörgerät zu finden, dass am besten zu der individuellen Situation des Kunden passt. Und natürlich wollen wir aus den Hörsystemen das Maximale herauszuholen. Für mich ist es ein Erfolgserlebnis, wenn unsere Kunden wieder gut hören und aktiv am sozialen Leben teilnehmen. Denn viele ziehen sich durch ihre Schwerhörigkeit aus Gesprächen zurück und sind sehr dankbar, dass ihnen durch das Hören ein Stück Lebensqualität zurückgegeben wird. 

www.koch-hoergeraete.de

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