JT Gebäudereinigung GmbH, Bielefeld

Bernd Krimp, Geschäftsführer von JT Gebäudereinigung GmbH

Über den Tellerrand schauen

Seit über 38 Jahren gehört JT Gebäudereinigung zu den führenden Dienstleistern in der Region. Erfolg ist stetigem Wandel unterworfen. Wie dieser gelingen kann, darüber sprach Bernd Krimp, geschäftsführender Gesellschafter, mit dem Club Report.

Herr Krimp, nicht zuletzt durch die Digitalisierung ist viel Bewegung im Unternehmertum. Wie erleben Sie diese Zeit des Wandels?

Viele Mittelständler haben das Gefühl, dass sie etwas tun müssen, aber manche sind blockiert und verschanzen sich hinter der Haltung „Das haben wir immer schon so gemacht. Warum sollten wir etwas ändern.“ Das könnte sich irgendwann rächen. 

Wie können sich Unternehmer sinnvoll informieren?

Zunächst ist es gut, offen zu sein und von Entwicklungen zu partizipieren. Meiner Ansicht nach bringt es wenig, wenn man sich Biographien von erfolgreichen Menschen wie Mark Zuckerberg oder dem Tesla-Chef Elon Musk zum Vorbild nimmt. Wir haben hier in Deutschland eine andere Situation. Deshalb ist es sinnvoller, wenn man sich bei Unternehmern umhört und sich bei denen Rat holt, die vielleicht vor ähnlichen Problemen stehen. In puncto Garten guckt man doch auch, was der Nachbar macht (lacht). Ich halte den Austausch mit anderen für ganz wichtig und habe seit Jahrzehnten einen Mentor, mit dem ich oft die verschiedensten Themen bespreche. Man muss das Rad nicht immer neu erfinden, sondern kann aus dem Erfahrungsschatz anderer etwas für sich mitnehmen. Deshalb stehe ich gern als Berater oder Mentor für einen offenen Austausch zur Verfügung. 

Offenheit scheint dabei ein Schlüssel zu sein …

Ja, das ist ganz wichtig. Wenn wir zum Beispiel neue Mitarbeiter einstellen, lassen wir ihnen viel Freiraum. Sie haben einen ganz unverstellten Blick auf unser Unternehmen und die Arbeitsprozesse. Außerdem bringen sie von außen auch viele neue Ansätze und Ideen mit, die es ermöglichen völlig neue Wege und Lösungen zu nutzen. Wir ermuntern die Mitarbeiter, uns unverblümt ihre Meinung zu sagen und reagieren entsprechend darauf. An der Stelle ist es wichtig, genau zuzuhören, auch mal Kritik zu schlucken und gut darauf zu reagieren, sonst traut sich irgendwann keiner mehr, etwas zu sagen. Gute Ideen werden natürlich auch belohnt. 

Wie weit sind Sie in puncto Digitalisierung?

Papierlos arbeite ich nicht. Momentan ist es eine Mischung aus digital und old school. Das ist auch eine Umstellung, die im Kopf stattfindet. Ich bin noch immer ein Freund von einem alten Karteikasten, den ich von meinem Vater übernommen habe. Das ist ein ganz anderes Gefühl als bei PDF-Dateien. Aber unser Austausch mit unserer Steuerberaterin ist schon vollständig digital umgestellt. Da muss jeder für sich einen Weg finden, welche Technik für seine Arbeitsweise sinnvoll ist.

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