Piening GmbH

Foto: Adobe Stock

Arbeitgebermarke: Authentizität vor Kreativität

Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften hat fast alle Branchen erreicht. Wer entgegen dem Trend gutes Personal für sich gewinnen und langfristig binden kann, hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Aus diesem Grund investieren einige Unternehmen viel Zeit und Geld in Employer Branding – und stolpern doch bei der Umsetzung.

Gutes Employer Branding erzeugt zweifellos Aufmerksamkeit bei potenziellen Mitarbeitenden und erhöht die Chance, die richtigen Fachkräfte für sich zu gewinnen. Eine starke Arbeitgebermarke spiegelt sich im gesamten Rekrutierungsprozess wider, beginnend bei der Stellenanzeige bis hin zur Einstellung eines neuen Mitarbeitenden. Ein externer Personaldienstleister kann auf dieser Basis optimal bei der Stellenbesetzung und richtigen Kanalauswahl für die gesuchte Zielgruppe unterstützen.
Employer Branding endet jedoch nicht mit der Einstellung. Unterschätzt wird vor allem die Zeit, die auf die Einarbeitung folgt: der zweite Eindruck. Häufig stellen neue Mitarbeitende enttäuscht fest, dass die versprochenen Werte auf den bunten Plakaten nicht gelebt werden. Der scheinbar dynamische Arbeitgeber mit Aufstiegsmöglichkeiten entpuppt sich als traditionsgeprägtes Unternehmen mit langen Entscheidungswegen und einer starren Hierarchie. Zu diesem Zeitpunkt verliert der Arbeitgeber nicht nur seine Glaubwürdigkeit, sondern auch einen wertvollen Markenbotschafter. Hier gilt es, unternehmenseigene Besonderheiten herauszustellen, die einerseits einzigartig und andererseits für jeden Mitarbeitenden im Alltag tatsächlich erlebbar sind. Wer sich hingegen nur auf kreative Kampagnen stützt oder Trends folgt, die nicht zur Unternehmenskultur passen, verliert langfristig seine Reputation. Ein eingehaltenes Versprechen kann das Unternehmen nachhaltig als attraktiven Arbeitgeber positionieren und ist nicht zuletzt deshalb die Wurzel des Employer Brandings.
Die Authentizität der Arbeitgebermarke ist vor allem in Zeiten wichtig, in denen die Trennung von Personal aufgrund von konjunkturell bedingten Planungsunsicherheiten unvermeidbar ist. Oft ziehen Kündigungen Unmut und folglich Imageschäden nach sich, weil definierte Werte nicht konsequent bis zum Ende gelebt werden. Betroffene Mitarbeitende verdienen während und nach einer ausgesprochenen Kündigung einen respektvollen Umgang; deshalb sollte eine wertschätzende Kommunikation gerade in Trennungssituationen als Teil des Employer Brandings verstanden werden. Häufig empfiehlt sich eine Beratung durch Experten, um Transfer oder Outplacement wertschätzend umzusetzen und die Glaubwürdigkeit der kommunizierten Werte zu wahren.

www.piening-personal.de

 

Mitglieder-Login

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden