Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld

Foto: ©Falk Heller

OWL-Handwerk im digitalen Wandel

„Die Digitalisierung geht nicht ,vorbei‘, sie ist nicht irgendein technologischer Trend. Vorbeigehen wird höchstens der Gedanke daran, dass sie vorbeigeht.“ Dieses Zitat von Michael Pachmajer charakterisiert bestens die Philosophie der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld. Denn das Handwerk ist durch seine Fähigkeit geprägt, sich an veränderte Anforderungen und Situationen anzupassen.

Dabei kommt ihm seine besondere Struktur entgegen: In kleinen Teams sind flache Hierarchien, direkte Kommunikation und Beteiligung selbstverständlich, neue Ideen und Vorschläge werden rasch entwickelt und Ängste vor Veränderungen können genommen werden. Handwerksbetriebe nutzen auch in der derzeitigen digitalen Transformation die Chancen des Wandels gewinnbringend: Dachdecker arbeiten mit Drohnen, um mit wenig Aufwand Schäden am Dach zu begutachten. Bildhauerinnen können ihre Produkte virtuell modellieren und Tischler programmieren Fräsroboter zur präzisen Fertigung von Elementen.

Auch das Handwerk in Ostwestfalen-Lippe ergreift aktiv die Chancen der Digitalisierung. Die Fachwerkstatt Drücker GmbH aus Rietberg setzt das digitalbasierte Geschäftsfeld 3D-Aufmaß ein und wurde dafür mit dem Zukunftspreis der Stiftung Zukunft Handwerk OWL ausgezeichnet. Der Fachbetrieb für Baudenkmalpflege nutzt digitale Messverfahren, um beim Umbau von Gebäuden exakte Daten zu erhalten. Die mit Laserscanning erfassten Räume können dann am Computer in 3D visualisiert werden. Auf diese Weise erhalten Auftraggebende unkompliziert eine perfekte Entscheidungsgrundlage für die Verwirklichung ihres Wunsches nach modernem Wohnen und Arbeiten in historischen Räumen. Am Beispiel des Building Information Modeling (BIM) wird deutlich, dass sich traditionelle Handwerkskunst und modernste Technik perfekt ergänzen.

Viele Gründerinnen und Gründer im Handwerk sind „Digital Natives“ und denken die Digitalisierung ihrer Prozesse von Beginn an mit. Doch Betriebe, die schon länger am Markt sind, sollten ebenfalls digitale Verfahren in ihre Vorgehensweisen integrieren. Dadurch stellen sie sicher, dass ihr Betrieb auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt. Die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld unterstützt sie dabei. Die Beauftragten für Innovation und Technologie analysieren das Potenzial von Betrieben und können auf geeignete Fördermöglichkeiten verweisen. Außerdem beraten sie bei der Umsetzung von Lösungen und achten darauf, dass Digitalisierungsvorhaben sicher und datenschutzkonform umgesetzt werden. Dadurch sparen die Betriebe Zeit und können sich voll und ganz auf ihr Handwerk konzentrieren.  

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