mediaprojekt Gesellschaft für audiovisuelle Kommunikation mbH, Bielefeld

Face Tracking via Kamera und die Avatare werden lebendig.; Foto: mediaprojekt GmbH

Vertraute Beratung in neuer Dimension

Im virtualisierten Musterhaus des sauerländischen Bodenbelagsherstellers MEISTERWERKE erleben Kunden Live-Beratungen von Avataren ihrer bekannten Ansprechpartner. Ein durch Corona angestoßener Digitalisierungsschub mit großem Zukunftspotenzial …

Anfang 2020 absolvieren die MEISTERWERKE noch die Roadshow zum letzten großen Sortiments-Launch – dann kommt der Lockdown und mit ihm die Frage: Wie können Kunden jetzt die Produkte erleben? „Für uns stand im Fokus, möglichst viele Vorteile einer Präsenzmesse mit den Möglichkeiten der virtuellen Produktinszenierung zu verbinden“, erinnert sich Marketingleiter Jörg Peterburs. „Vor allem den für unsere Kunden sehr wichtigen Aspekt der persönlichen Beratung wollten wir gewinnbringend in die digitale Welt übertragen.“

Schnell zeigt sich, dass es eine solche Lösung nicht von der Stange gibt. Die meisten Anbieter realisieren virtuelle Rundgänge, die von Nutzern eigenständig durchlaufen und bedient werden – so bis dato auch mediaprojekt, Bielefelder Spezialist für visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt 3D-Animationen. „Die Anforderung unseres Kunden war für uns ebenso neu wie faszinierend. Heute sind wir stolz, dass wir sie durch Aufsetzen auf eine Gaming-Plattform und Integration von lebensnahen, in Echtzeit agierenden Avataren erfolgreich lösen konnten“, freut sich mediaprojekt Geschäftsführer Philip Bovensiepen.

Die grafischen Stellvertreter sind realen Vertriebsmitarbeitern exakt nachempfunden. Lädt einer von ihnen zur Produktpräsentation ein (z. B. via Teams), trackt er sein Gesicht mit der Smartphone-Kamera und eine Software übermittelt die Daten von Mimik und Mundbewegungen an den Avatar, bei dem sie synchron zum Gesprochenen erscheinen. Als virtuelle Umgebung dient das vielen Kunden vertraute Musterhaus aus Rüthen-Meiste, in dem sich die Avatare frei bewegen und Produkte spannend in Szene setzen können: „Wird die Wasserfestigkeit der Böden sonst durch etwas verschüttete Flüssigkeit demonstriert, kann im virtuellen Raum auch mal eine Badewanne zum Überlaufen gebracht werden“, beschreibt Philip Bovensiepen die neuen Möglichkeiten. „So entstehen Geschichten, die im Gedächtnis bleiben.“

Zu Beginn soll das Tool zur Promotion zweier Sortimentsaktualisierungen und als Schulungsinstrument dienen. Weiteren Anwendungen möchten die Verantwortlichen ebenso wenig Grenzen setzen wie dem digitalen Musterhaus selbst, das sich nach Bedarf erweitern oder neu bestücken lässt. „Wir haben ein skalierbares, nachhaltiges Beratungswerkzeug geschaffen, mit dem wir optimal unsere weiterhin wichtigen analogen Produktpräsentationen ergänzen können“, ist Jörg Peterburs überzeugt.

www.mediaprojekt.tv

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