Fachhochschule Bielefeld

Das Team der Denkfabrik mit Prof. Dr. Swetlana Franken, Foto: Susanne Freitag

Neue Geschäftsmodelle aus der Zukunftsgarage

Steve Jobs hat es vorgemacht: Große Innovationen werden nicht am Schreibtisch, sondern in der Garage geboren. Diesen Gedanken hat sich das Team der Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt unter der Leitung von Prof. Dr. Swetlana Franken an der FH Bielefeld zum Vorbild genommen und mehrere Zukunftsgaragen für Unternehmen und Verbände in OWL durchgeführt. Allein mit dem Unternehmen Schüco wurden bereits drei Staffeln der Zukunftsgarage mit jeweils vier Workshops erfolgreich umgesetzt.

Gerade in Zeiten der Digital Economy gewinnt die Fähigkeit zur radikalen Innovation zunehmend an Bedeutung. Und verlangt einen Blick über die Grenzen der Unternehmensbereiche und Hierarchiestufen hinweg. Um diese kreative, interdisziplinäre Zusammenarbeit zu unterstützen, sind neue (Denk-)Werkzeuge erforderlich, insbesondere agile Methoden, systematische Analyseverfahren und gruppendynamische Übungen. Hier setzt die Idee der Zukunftsgarage an: Statt mit den üblichen Kollegen der gleichen Abteilung arbeiten Fach- und Führungskräfte unterschiedlicher Fachbereiche außerhalb des Tagesgeschäfts gemeinsam mit dem Team der Hochschule in der Atmosphäre eines Kreativlabors zusammen. Unter Einsatz entsprechender Innovationsmethoden werden so neuartige Ideen für die Produkte und Geschäftsmodelle des Unternehmens entwickelt.

Innovation und Kreativität sind für Schüco als zukunftsorientiertes Unternehmen wichtige Erfolgsfaktoren. Deswegen hat das Unternehmen drei Zukunftsgarage-Reihen für jeweils 20–30 Beschäftigte durchführen lassen. Für die Teilnehmer(innen) hieß es dann für vier halbe Tage: raus aus dem Büro, rein in die Zukunftsgarage. In jeder Workshop-Reihe, die von der Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt moderiert wurde, lernten die Teilnehmer(innen) die Methoden Business Model Canvas und Persona kennen und entwickelten im Rahmen von Design Thinking neue Produkt- und Geschäftsprototypen für unterschiedliche Kundengruppen von Schüco. Den Höhepunkt zum Abschluss der Workshops bildete die Präsentation der Prototypen vor einer dreiköpfigen Jury des oberen Managementteams. Begeistert vom innovativen Potenzial ihrer Mitarbeiter sicherte dieses allen Gruppen seine Unterstützung zu, über die Workshops hinaus die
Prototypen weiterzuentwickeln und zu konkreten Lösungen auszubauen. Über diesen Erfolg freut sich auch Catharina Schulze Mönking aus dem Innovationsmanagement, die das Projekt initiiert und begleitet hat: „Ich sehe den Vorteil für Schüco in erster Linie darin, dass sich die Mitarbeiter mithilfe der erlernten Methoden zu Multiplikatoren weiterentwickelt haben, die ihre Ideen ins Unternehmen hineintragen und so ein Stück weit zum Unternehmer im eigenen Unternehmen geworden sind.“

www.fh-bielefeld.de/wug/forschung/denkfabrik-digitalisierte-arbeitswelt

 

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