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Veranstaltungen / Rückblick

Sportmarketing - Die Entscheidung für den Handballverein TBV Lemgo

Der Weg zur „Marke TBV Lemgo

Michael Vollmer, Sprecher der Junioren des Marketing-Clubs OWL Bielefeld, Fynn Holpert, Manager des TBV Lemgo, Herbert Vogel, Vorstandsvorsitzender der itelligence AG, Bielefeld (v. l.).(Bielefeld, 23.2.2004) „Wir wissen immer noch, woher wir kommen“, umschrieb Fynn Holpert, Manager des amtierenden Deutschen Handball-Meisters TBV Lemgo, ein Erfolgsrezept seines Vereins. Vor rund 50 Junioren und Gästen des Marketing-Clubs OWL Bielefeld bot er am 23. Februar 2004 in den Räumen der itelligence AG interessante Einblicke in das Thema „Sportmarketing am Beispiel des TBV Lemgo“.

Die Mannschaftssportart Handball ist in Deutschland nahezu so populär wie „König Fußball“. Der Status der Deutschen Handball-Liga als stärkste der Welt wie auch die herausragenden Leistungen der Nationalmannschaft haben in den vergangenen Jahren für ein gesteigertes Medien- und Zuschauerinteresse gesorgt.

„Sportlicher Erfolg ist wirtschaftlicher Erfolg“, stellte Holpert fest und leitete über zu einigen konkreten Zahlen aus dem Wirtschaftsunternehmen TBV Lemgo. Seit seinem Amtsantritt als Manager im Jahr 1998 konnte der Verein die Werbeeinnahmen auf rund 2,6 Millionen Euro verdoppeln. Der Umsatz im Merchandising stieg innerhalb eines Jahres von 90.000 auf fast 125.000 Euro. Anders als im Fußball sind die Einnahmen durch TV-Übertragungen im Handball noch immer relativ unbedeutend. „Unsere Haupteinnahmequelle sind die Eintrittsgelder“, so Holpert. Anlass für den TBV Lemgo, zunächst am 9. Mai 2004 versuchsweise ein Heimspiel im Gerry Weber Stadion in Halle auszutragen. „Wir müssen ein hohes Zuschauerinteresse befriedigen. Zudem sind wir in der nur 3.700 Zuschauer fassenden Lipperlandhalle auf Dauer nicht konkurrenzfähig“, so der gelernte Bankkaufmann.

Der Weg hin zur „Marke TBV Lemgo“ ist dem Verein durch sportlichen Erfolg, Kontinuität und zahlreiche Kontakte in die Wirtschaft gelungen. 196 Unternehmen zählen zum Sponsorenkreis des Handball-Bundesligisten, darunter die Brauerei Felsenkeller Herford als Hauptsponsor. „Der TBV Lemgo ermöglicht Kontakte über den Sport und erlaubt Gespräche in positiver Atmosphäre. Wir haben ein Netzwerk geschaffen, das attraktiv für Unternehmen ist.“ Der 37-Jährige machte deutlich, dass sein Verein sehr auf Tradition bedacht sei, aber auch konsequent nach vorne denkt: „Auf Dauer kann uns Lippe allein nicht mehr ernähren. Deshalb müssen wir größere Kreise ziehen.“

www.tbv-lemgo.de

Text: Silke Reinhard, ssd Kommunikations-Management
Foto: Susanne Freitag, Bielefeld

 

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