Marketing mit System
Die zentrale technologische Herausforderung für das Marketing der Zukunft
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Raus aus dem Produktionslabyrinth
Spezialisten für intelligente Marketing-Prozess-Optimierung (v.l.): Michael Leeuw, Mitglied im Vorstand des Marketing-Clubs OWL Bielefeld, Thomas Anderer, Business Impuls, Alexander Hassan, Geschäftsführer Graphic Group.(Bielefeld, 30. März 2009). Effektivität und Effizienz der Arbeit im Marketing lassen sich erheblich steigern. Thomas Anderer, Gründer und Geschäftsführer der Business Impuls GmbH, Berlin, ist davon überzeugt, dass Marketing-Management-Systeme bedeutende Optimierungspotenziale erzeugen können und sich schnell rechnen. Vor mehr als 60 Mitgliedern und Gästen des Marketing-Clubs demonstrierte er an zahlreichen Beispielen, wie sich Workflow, Budgetplanung und Controlling mit web-basierten Portallösungen radikal beeinflussen lassen.
„Marketing braucht ganz dringend Automation“, forderte Anderer zu Beginn seines Vortrags und zeigte ein drastisches Beispiel. Ein Audi A 6 rollt laut Anderer nach rund 30 Minuten vom Band. Der Prozess für Kreation, Abstimmung und Produktion von Visitenkarten dauert in Deutschland im Schnitt mehr als 300 Minuten: „Das Bewusstsein für Effizienz, Effektivität und Transparenz im Marketing muss erhöht werden!“
Thomas Anderer, der 2008 den ersten „marketing effeciency“ Kongress initiiert hat, kennt die faszinierenden Möglichkeiten des Internets unter anderem aus seiner Zeit als Managing Director von Pixelpark, damals einer der größten Multimedia-Dienstleister Deutschlands. Er plädiert dafür, komplexe Marketing-Prozesse zu standardisieren und mit Hilfe der Marketing-Prozess-Optimierung (MPO) zu beschleunigen. Er betonte, dass es ausdrücklich nicht um die Einflussnahme auf kreative Prozesse geht. Er will mit vernetzter, technik-gestützter Kommunikation Zeit und Geld sparen und das oft typische „Chaos im Produktionslabyrinth“ auflösen. Dabei scheut er auch nicht vor griffigen Bildern wie dem des „Marketingautomaten“ zurück.
Die Experten von Business Impuls arbeiten in erster Linie für weltweit operierende Unternehmen, die etwa das systematische Management aller Printproduktionen anstreben und dabei komplexe CI- wie CD-Prozesse steuern, über Ländergrenzen und Sprachbarrieren hinweg. Investitionen in solche, oft über Jahre laufende Beratungsprojekte einschließlich Umsetzung kosten leicht mehrere hunderttausend Euro, aber: „Der Return on Investment ist spätestens nach einen Jahr erreicht.“ Der Referent zeigte Beispiele, bei denen die Kosten um bis zu 80 Prozent gesenkt werden konnten.
Aber auch für kleinere Unternehmen sieht Thomas Anderer beste Chancen für „schnell getaktete Quick-wins“. Individuell zugeschnittene Software kann bisher redundante Arbeiten vermeiden. Zeit- und kostenintensive Abstimmungs- und Kontrollaufwände zwischen Marketing, dezentralen Abteilungen und externen Dienstleistern können standardisiert werden. Das sehen mittlerweile auch große Werbeagenturen, die für ihre internationale Klientel das Thema Marketing-Prozess-Optimierung offensiv angehen.
Alexander Hassan, Geschäftsführer der Graphic Group, präsentierte anschließend am Beispiel einer Anwendung für den Kunden Claas die Vorteile von Web-to-Print. Die Internet-gesteuerte Druckvorlagenherstellung mit dem „Claas Printmanager“ bietet dem Unternehmen eine große Anzahl an Varianten der Vorlagen. Alle definierten Printprodukte können online erzeugt werden. Aufwändige Freigabeprozesse entfallen, alle CI-Vorgaben werden automatisch erfüllt.
www.thomas-anderer.de
www.business-impuls.com
www.marketing-efficiency.de
Der Marketing-Club bedankt sich bei der Graphic Group für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.
www.graphic-group.de
Text: ssd Kommunikations-Management, Bielefeld
Fotos: Sandra Sanchez, Bielefeld
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